Nach dem spannenden Landesfinale Mitte April in St.Pölten ging es für die SRG-Jungs vom 10.-12.Juni am Heumarkt in Wien um den Bundesmeistertitel. Moritz, Oli, Lauri und Benni hatten mit Coach CL in den Wochen davor noch einiges an Taktik und Technik eingeübt um bestmöglich ins Turnier zu starten. Nachdem am darauffolgenden Wochenende auch die Weltstars der 3×3-Szene in Wien Station machten, hatten die Veranstalter ein besonderes Highlight parat. Die Finalspiele jeder Altersgruppe würden im großen „Dome“ ausgetragen. Somit war unser Ziel von Tag 1 an klar, dort wollen wir hin!
Vorrunde:
In der Vorrunde bekamen wir es zunächst mit dem Vertreter aus Salzburg (SUM RG-Salzburg) zu tun. In beeindruckender und perfekter Weise zeigten alle Akteure Teamplay vom Feinsten und siegten mit 11:1. Beim Aufwärmen gegen den Vorarlberger Vertreter (SMS Rankweil) musste leider wegen eines Gewitters abgebrochen und auf den Nachmittag in die Steigenteschgasse verlegt werden. Trotz langer Wartezeit konnten auch die Gäste aus dem Ländle mit 9:1 klar besiegt werden.
Zwischenrunde:
In der Zwischenrunde ging es dann gegen die SMS Lenzing. Die Oberösterreicher hatten sich auf den letzten Drücker mit einem erzielten Korb mehr in die Runde der letzten 6 gerettet, geigten aber von da an groß auf. Es entwickelte sich ein kampfbetontes Spiel, bei dem uns die Lockerheit der Vorrunde etwas abhanden gekommen war. Beide Teams trafen wenig, die Schiedsrichterin ließ viel zu und lange Zeit stand es 4:4. In den letzten Spielsekunden überschlugen sich dann die Ereignisse. Ein Oberösterreichischer Spieler zog 10 Sekunden vor dem Ende zum Korb, beging dabei einen ganz klaren „Schritte-Fehler“ und netzte 5 Sekunden vor dem Ende ein. Vergeblich warteten wir auf den Pfiff des Unparteiischen, der kam aber nicht und somit mussten wir eine äußerst bittere 4:5 Niederlage einstecken. Somit war vor dem Spiel gegen Kärnten (BG für Slowenen Klagenfurt) klar, siegen oder fliegen. Unsere Jungs gaben aber die richtige Antwort und siegten in diesem Spiel mit 8:0. Damit war das Semifinale und somit die Top 4 geschafft.
Finale Phase:
Hier sollten wir auf das sehr ausgeglichene und technisch versierte Team des Flora Fries Bildungscampus aus Wien treffen. Technisch war das sicher unser stärkster Gegner, wenngleich wir hier ganz klar körperlich im Vorteil waren. Diese Überlegenheit spielten wir mit schönen Kombinationen zum Korb und auch einigen 2-Punktern von draußen aus. Wir blieben bis zum Ende maximal konzentriert und siegten verdient mit 9:5. Somit war klar, wir spielen im Finale, im Dome, um den Bundesmeistertitel. Unser Gegner war wieder die SMS Lenzing die uns bisher unsere einzige Niederlage im Turnier zugefügt hatten. Einen besonderen Motivationsboost bekam das Sportgym durch zwei angereiste Klassen (2B und 4C), welche im Finale für großartige Stimmung sorgten. Danke an Mag. Eder, Mag. Berger und Mag. Fitz für die tolle Unterstützung. Die Fragen einiger ebenfalls angereisten Eltern, ob wir da jetzt eine Chance hätten beantworteten die Spieler und Coach CL ganz klar: „Wir verlieren sicher kein zweites Mal und im Dome sowieso nicht!“ Die Zeit zwischen Halbfinale und Finale wurde noch einmal für taktische Besprechungen genutzt, da klar war, dass die Kommunikation zwischen Team und Coach bei dieser Lautstärke schwierig werden würde. Unsere Jungs meisterten aber die Situation wie richtige Profis, lagen von Beginn an in Führung und sicherten sich mit toller Defense mit einem 5:2 den Bundesmeistertitel.
Statement Coach Landauer: Genau für solche Momente lebt man im Sport. Es war wunderschön diese Reise mit den Jungs gemeinsam zu bestreiten. Das Turnier hatte alles, was ein Turnier braucht um unvergesslich zu bleiben. Ups and Downs, Fehlentscheidungen, Enttäuschungen, Comebacks u.v.m. Im Endeffekt bleibt ein Finalsieg vor einer großartigen Kulisse den wir alle gemeinsam nie wieder vergessen werden. Allein beim Tippen dieser Zeilen bekomme ich wieder Gänsehaut und werde sentimental und auch ihr werdet erst mit einigen Tagen Abstand begreifen, was wir hier geschafft haben. Ein Bundesmeistertitel ist alles andere als selbstverständlich. Ich bin jetzt 20 Jahre Lehrer und durfte dieses Privileg vier Mal genießen. Moritz, Benni, Oli und Lauri, ihr habt Geschichte geschrieben und wir sind so stolz auf euch.