Die Corona-Zeit hat viele von uns vor großen Herausforderungen gestellt und dabei auch unsere Möglichkeiten zum Ausdruck und Austausch eingeschränkt. Umso spannender war es, digitale Bilderwelten zu erforschen und auszuprobieren, welche Möglichkeiten und ungewohnte Perspektiven uns diese besonderen Umstände bieten. Dabei konnte auch die Lehrerin, Julia Galimova, so einiges von den Schüler*innen lernen. In diesem Beitrag sieht man eine kleine Auswahl der umgesetzten Projekte und eine noch kleinere Auswahl der abgegebenen Arbeiten.

Eine beeindruckende Prämiere waren die digitale Architekturmodelle der Klassen 3C, 4D und 5C. Die Aufgabe lautete, eine Traumwohnung mit dem Programm Sweet Home 3D zu gestalten. Einige Schüler*innen haben ihrer Fantasie freien Lauf gelassen und fantastische Wohnlandschaften sondergleichen kreiert. Zusätzliche Unterstützung gab es mit Live-Online-Tutorials mit der Lehrerin auf ZOOM.

Nach den Panikkäufen Mitte März hatten die meisten mehr als genug Klopapier zuhause. Bedingt durch die Ausgangssperren ging das auch entsprechend schnell weiter. Das war der Ausgangspunkt für ein Projekt in Bildnerischer Erziehung in der Klasse 4D: Was tun mit den leeren Rollen? Kunst! Inspiriert von der „Toilet Paper Art“ der Künstlerin Anastassia Elias entstanden wunderschöne Szenerien.

Die zweiten Klassen hatten die Aufgabe bekommen, aus Gegenständen zuhause nach Vorbild des großen Künstlers Giuseppe Arcimboldo menschliche Figuren zusammenzustellen. Dabei sind einige erstaunliche und lustige Ergebnisse zustande gekommen.

Aufbauend auf den interaktiven Moodle-Kurs zur Farbenlehre wurde die freiwillige Aufgabe gestellt, einen Drachen in Warm-Kalt-Farbkontrast darzustellen. Helene Fiedler aus der 1B hat hier ein Mädchen mit ihrem Drachen in einer dramatischen Wolken-Landschaft besonders gelungen dargestellt.

Beim BE-Projekt „Schutzmaske mal anders“ kamen viele, sehr kreative Einsendungen. Viele davon sogar selbst genäht! Es gab auch die Möglichkeit, eine Vorlage nach eigenem Design zu malen. Eine besonders motivierende Nachricht richtet Katharina Weber aus der 1B mit ihrer Idee aus.

Eine andere, diesmal freiwillige Aufgabe für bildnerische Erziehung war die Teilnahme am österreichweiten Malwettbewerb zum Reptil des Jahres 2020, ausgerufen vom Naturschutzbund. Mia Reketat aus der 1B hat die Zauneidechse in ihrer Pracht so realistisch dargestellt, dass man diese auch zur Identifikation der echten Eidechse nutzen könnte.

Im BE-Projekt „Posing like a pro: do it like Rembrandt“ wurden die Schüler*innen der 3C dazu aufgerufen, die Gemälde des berühmten niederländischen Malers Rembrandt van Rijn durchzusehen und eine dort dargestellte Pose einzunehmen. Theo Koller im Corona-Outfit und Annelie Gürtler mit ernstem Gesichtsausdruck haben besonders überzeugende Fotos zugeschickt.

„Versiegelte Gärten“ oder sogenannte Hermetosphären sind Pflanzen und manchmal auch kleine Insekten oder Krebsarten, die man auch für Jahrzehnte in einen gläsernen Behälter gibt und sie weder füttern, gießen noch lüften muss. Dort befinden sich diese Lebewesen in einem perfekten natürlichen Kreislauf, was ein geschlossenes Öko-System ergibt. Die 2A und 2C haben einige fantastische Ideen für die Darstellung von versiegelten Gärten gehabt. Diese hat Mag. Julia Galimova gesammelt und als Ausmalbücher für die Klassen gestaltet.

 

Hier zeigt Tim Schruckmayr im Zeitraffer, wie er das Bild seines Kollegen Sebastian Billmaier am I-Pad ausmalt:

 

Bildnerische Erziehung ganz ohne Papier und Farbe? Na klar! Bei der Pixel-Art tauchten die Klassen 6B und 6C in die grob aufgelösten, digitalen Bildwelten der 80er und 90er und deren Neu-Interpretationen der Gegenwart ein. Auf der Website pixilart.com kann man ganz einfach selbst Pixel-Art gestalten. Einige gelungene Ergebnisse sieht man hier.

Technisches Werken ohne Werksaal und Werkzeug… Doch auch zuhause kann man einiges an mechanischen Vorgängen ausprobieren. Eine „Rube-Goldberg-Maschine“ ist eine Maschine, „die eine bestimmte Aufgabe absichtlich in zahlreichen unnötigen und komplizierten Einzelschritten ausführt. Dies hat keinen praktischen Nutzen, sondern soll bei der Beobachtung Vergnügen bereiten.“ Mia Reketat, Philipp Kratochwill und Tobias Roth aus der 1B haben besonders ausgeklügelte Maschinen gebaut – mit überraschendem Finale.

Mia Reketat weiß die Quarantäne-Must-Haves in ihrer Rube-Goldberg-Maschine einzusetzen:

 

Philipp Kratochwill baute eine Rube-Goldberg-Maschine mit Knalleffekt:

 

Tobias Roth sendet mit seiner Rube-Goldberg-Maschine eine Botschaft an alle:

 

Nach der Fernlehre wartet nun eine weitere Herausforderung auf uns: Unterricht unter ganz besonderen Bedingungen. Doch die Schüler*innen haben schon unter Beweis gestellt, was sie alles drauf haben und werden das sicher auch wieder meistern!

Autorin: Julia Galimova