Projekt zum globalen GISDay

Am 18. November findet weltweit der GISDay statt, um räumliches Denken und geographische Informationssysteme an die Öffentlichkeit zu bringen. Durch eine Kooperation unserer Schule mit Synergis, haben wir die Möglichkeit erhalten, über einen Zeitraum von zwei Jahren einen ESRI-Donation-Account von ArcGIS-Online zu nutzen. Der GISDay wurde nun genutzt, um im Rahmen eines IMST-Kleinprojekts mit einer einer Expertin von Synergis, Frau Mag. Stefanie Obmann, gemeinsam das Schulumfeld mit dem „Collector for ArcGIS“ zu kartieren und anschließend daraus eine Karte zu erstellen. Bereits im Vorfeld wurde im Informatikunterricht auf den Smartphones der SchülerInnen der kostenlose „Collector for ArcGIS“ installiert und das Orthofoto für die Kartierung heruntergeladen. Der gesamte Datenverkehr wurde dabei über das WLAN der Schule abgewickelt, um keinerlei Kosten durch mobile Datennutzung entstehen zu lassen. Diese Problematik der Datennutzung, die mit dem Projekt an sich nichts zu tun hat, aber wichtig ist, wurde in diesem Zusammenhang auch thematisiert und besprochen.

Arbeit im Gelände

Arbeit im Gelände

Am GISDay erfolgte dann eine Einführung in das Arbeiten mit dem „Collector for ArcGIS“ durch Frau Mag. Obmann und der GWK-Lehrer Mag. Hartwig Hitz erläuterte die unterschiedlichen Kategorien der Kartierung – im Rahmen des Projekts wurden punkt-, linien- und flächenhafte Signaturen erhoben. Auf Grund des Alters der SchülerInnen wurde jede Signaturengruppe von einer erwachsenen Person begleitet und die SchülerInnen kartierten sowohl mit Ihren eigenen Smartphones als auch mit den beiden Tablets aus dem IMST-Projekt das Schulumfeld.

Im Freien konnten die SchülerInnen zuerst einmal die mit der Verweildauer unter freiem Himmel steigende Genauigkeit des GPS-Signals feststellen und machten sich anschließend an die Kartierung. Bereits bei der Kartierung und dem Mitverfolgen des GPS-Signals am Tablet/Smartphone wurde den SchülerInnen bewusst, dass das GPS-Signal nicht immer deckungsgleich mit dem dahinterliegenden Orthofoto sein muss.

Upload der Kartierungsergebnisse im Informatiksaal

Upload der Kartierungsergebnisse im Informatiksaal

Nach der Rückkehr in das Schulgebäude wurden die aufgenommen Ortsdaten und bei der Kartierung erstellten Fotos per WLAN in ArcGIS-Online übertragen. Nach und nach entstand so aus den Punkt-, Linien- und Flächendaten der SchülerInnen eine Karte in ArcGIS Online. Die erhobenen Daten und die am Ende des Vormittags vorliegende Karte müssen klarerweise noch bearbeitet werden, die SchülerInnen bekamen aber einen Eindruck, wie aus der Natur eine Kartendarstellung eines Gebiets entstehen kann.

Bericht: Mag. Hartwig Hitz

Die fertige, von den SchülerInnen selbst erstellte, "Karte"

Die fertige, von den SchülerInnen selbst erstellte, „Karte“

Im Anschluss wurden im Deutschunterricht Berichte zum Projekt verfasst, wovon aus jeder Gruppe einer hier angeführt wird:

Das Projekt begann eigentlich am Montag, dem 16.11.2015. An diesem Tag durften wir unsere Handys in die Schule mitnehmen, um uns die App ArcGis Collector herunter zu laden. Als es dann Mittwoch, der 18.11.2015 war, sagte uns unser Herr Professor Hitz, der uns in Geografie und Wirtschaftskunde unterrichtet: 11 Ihr braucht die App, die wir uns am Montag heruntergeladen haben!“ Dann zeigte er uns, wie man mit der App arbeitet und Punkte, Linien und Flächen markiert. Schließlich sagte er zu uns: „Jetzt müsst ihr euch anziehen, weil wir mit der App draußen weiter arbeiten werden.“ Dann, als wir uns fertig angezogen hatten, stieß unser Klassenvorstand Frau Professor Leszkovich­Herczeg zu uns. Plötzlich wurden wir ganz überraschend in drei Gruppen geteilt. Nun erklärte uns Herr Professor Hitz, dass eine der drei Gruppen mit ihm mitgehe, eine mit Frau Professor Leszkovich-Herczeg und eine mit einer anderen Professorin. Ich war in der Gruppe von unserem Klassenvorstand. In meiner Gruppe wurden Punkte, mit anderen Worten Mistkübel, Verkehrsschilder und Bushaltestellen markiert. Wir haben zirka 12 Mistkübel, 2 Bushaltestellen und 20 Verkehrsschilder gefunden. Leider hat die App bei meinem Handy nicht funktioniert, zum Glück hat mich mein Freund Felix bei seinem Handy mitschauen lassen. Mir hat besonders gut gefallen, dass wir so viele Punkte zum Markieren gefunden haben. Geärgert hat mich wiederum, dass das Markieren bei meinem Handy nicht funktioniert hat. Nach zwei Stunden im Freien sagte Herr Professor Hitz: „Ihr müsst euch jetzt umziehen. In fünf Minuten treffen wir uns im Informatik Saal.“ Im Raum angekommen, erfuhren wir, dass es bei der Synchronisierung der Daten ein Problem gegeben hatte und man die Daten nicht übertragen konnte.

Schlussendlich bekamen wir noch ein Quiz über Geografie und Wirtschaftskunde. Dann läutete es zum Schulschluss und wir gingen nach Hause.

Sebastian Vlasek

Am 18.11.2015 erstellten wir in einem vierstündigen Workshop mit unserer Klasse eine kleine Satellitenkarte. Wir wurden in drei Gruppen aufgeteilt und starteten los. Die erste Gruppe zeichnete die kleinen Punkte, wie zum Beispiel Straßenschilder, ein. Die zweite Gruppe war für die Linien zuständig. Ich war in der dritten Gruppe und unsere Aufgabe bestand aus dem Einzeichen der Flächen.

Um das alles erledigen zu können, gingen wir um die Weingärten herum und hinterließen Linien mit Hilfe einer App auf unseren Handys. Man konnte auch ein Foto von den Weingärten hinzufügen. Wenn man dann die Flächen anklickte, konnte man dieses Bild sehen. Dieses Projekt gefiel mir sehr gut, besonders das Herumgehen um die Flächen. Ich hätte gar nicht gedacht, dass das Erstellen von Karten so großen Spaß machen würde.

Chrisi Kodek

Gute Stimmung bei der Arbeit im Gelände

Gute Stimmung bei der Arbeit im Gelände

Am Mittwoch den 18.11 in der dritten Stunde gingen meine Klasse und ich in den Informatiksaal. Dort wartete Herr Professor Hitz und eine Dame aus Wien auf uns, die mit uns das Projekt machten. Herr Professor und die Dame erklärten uns wie, man etwas auf einer Karte am Handy markieren oder anzeigen kann. In der vierten Stunde kam auch unser Klassenvorstand zu uns. Die Lehrer teilten uns in drei Gruppen ein. Es gab eine Mädchengruppe und zwei Burschengruppen. Ich und alle anderen Mädchen waren in der Gruppe von Herrn Professor Hitz. Wir gingen hinaus und markierten auf einer App am Handy die Hauptstraßen, Nebenstraßen und Feldwege, die wir gerade abgingen. Das Lustigste war für mich, dass man auf der Karte genau sehen konnte, ob man zickzack oder eine Kurve gegangen ist. Nachdem wir fertig waren, gingen wir wieder in den Informatiksaal. Dort haben Herr Professor Hitz und die Dame nachgesehen, wer am besten die Linien markiert hatte.

Das war ein sehr lustiger GWK-Tag!

Anja Wecht

 

 

 

 

2017-02-13T22:00:56+00:00 15. Dezember 2015|