Die letzte Woche des Schuljahres 2014/15 nutzte die 5B-Klasse zu einer Reise in den Lungau nahe dem bekannten Ort Mariapfarr. Das abwechslungsreiche Programm umfasste sportliche, aber auch soziale sowie teambildende Aktivitäten. Unser Quartier lag am Fuße des Fanningbergs und bot den Jugendlichen aufgrund einer tollen Infrastruktur eine breite Auswahl an Sportmöglichkeiten. So gab es beispielsweise eine Halle für Indoorspiele, Hartplätze für Basketball und Volleyball, einen Beachvolleyballplatz, eine moderne und bestens gesicherte Trampolinsprunganlage, einen Rasenfußballplatz, Mountainbikes und vieles mehr. Begleitet wurden die Jugendlichen durch ihre Biologielehrerin Dr. Barbara Berger und ihren Klassenvorstand Mag. Wilfried Hartmann.
- Sonntag, 28. Juni 2015: Die Anreise erfolgte mit Bahn und Bus und verlief eigentlich recht kurzweilig. Um zirka 15:00 erreichten wir das Young Austria Haus namens „Carinth“. Nachdem die Zimmer bezogen waren, erkundeten die Jugendlichen neugierig das großzügige Gelände und es dauerte auch nicht lange, bis die ersten sportlichen Aktivitäten (Volleyball, Trampolinspringen und ein Match am Fußballplatz) gestartet wurden. Nach Einbruch der Dunkelheit unternahmen wir zur Einstimmung noch eine Fackelwanderung in ein nahegelegenes Waldstück.
- Montag, 29. Juni 2015: An diesem Tag stand eine Mountainbiketour rund um den Mitterberg auf dem Programm. Der Vormittag wurde dazu genutzt, die entlehnten Mountainbikes ein wenig kennen zu lernen und etwaige Einstellungsprobleme (z.B. bei der Schaltung oder den Bremsen) zu beheben. Danach folgte auf dem hauseigenen Rasenplatz eine kleine Trainingseinheit zur richtigen Fahrtechnik, ehe wir nach dem Mittagessen zu unserer Tour durch den Lungau aufbrachen. Kurz nach Mauterndorf musste wir allerdings aufgrund einer Reifenpanne die erste Zwangspause einlegen. Das Kleben eines Schlauches wäre ja in wenigen Minuten erledigt gewesen, doch unglücklicherweise war der Mantel derart beschädigt, dass er ausgetauscht werden musste. Dank Mobiltelefon und Internet war ein nahegelegenes Geschäft in St. Michael bald gefunden, wo die Reparatur glücklicherweise auch prompt durchgeführt wurde. Endlich konnten wir unsere Tour durch den Lungau fortsetzen. Wir passierten Tamsweg, fuhren entlang des neu angelegten Planetenweges nach St. Andrä und schließlich über Lintsching zurück zu unserer Herberge. Obwohl wir mehr als 30 Kilometer mit dem Rad zurückgelegt hatten, folgten die obligaten Volleyball- und Fußballspiele sowie so manche Trampolinsprungeinheit. Nach dem Abendessen fertigten wir noch unsere Lunchpakete an, denn am nächsten Tag stand eine Bergwanderung durch die Niederen Tauern auf dem Programm. Als wir der Gruppe die Weckzeit (4:45) verrieten, ging ein unüberhörbares Raunen durch die Runde.
- Dienstag, 30. Juni 2015: Nach einer kurzen Nacht weckte uns das Handy gnadenlos um dreiviertel Fünf, doch trotz der frühen Morgenstunde waren alle Schülerinnen und Schüler pünktlich beim gemeinsamen Frühstück erschienen. Knapp nach 5:30 verließen wir mit gepacktem Rucksack unsere Herberge und marschierten Richtung Bruckdorf. Mit dem Autobus ging es zum Ausgangspunkt unserer Wanderung in den Ort Obertauern. Die Tour führte uns zunächst nach Süden hinauf zur Twenger Alm und in weiterer Folge zum wunderschön gelegenen Twenger Almsee, wo wir eine kurze Pause einlegten. Oberhalb dieses Gebirgssees überschritten wir den Bergkamm und wechselten vom Twenger- in das Weißpriachtal. Landschaftlich stellte diese Wanderung wahrlich ein Highlight dar, umso mehr erfreute es, dass die Jugendlichen die Schönheit dieser Umgebung sehr zu schätzen wussten und dies auch mehrfach zum Ausdruck brachten. Der höchste Punkt der Wanderung war nun erreicht. Der Pfad führte uns über die Schönalmseen hinunter bis zum auf 1.700 m Seehöhe gelegenen Wirpitschsee. Aufgrund hoher Lufttemperaturen und der idyllischen Lage dieses Gebirgssees konnten Adrian und Stefan der Versuchung nicht widerstehen und begaben sich zur Abkühlung in das klare, eiskalte Wasser. Nach einer kurzen Stärkung auf der Toni Mörtl Hütte stiegen wir ins Weißpriachtal ab, wo wir mit der Grangler Alm unser Tagesziel erreichten. Per Bus ging es wieder zurück zu unserer Herberge. Nach Einbruch der Dunkelheit ließen wir bei einem stimmungsvollen Lagerfeuer den dritten Tag im Lungau gemütlich ausklingen.
- Mittwoch, 1. Juli 2015: Wieder hatten wir Glück mit dem Wetter, denn schon in der Früh schien die Sonne vom wolkenlosen Himmel und es waren laut Prognose Badetemperaturen angesagt. Am Vormittag stand zunächst der Besuch des Outdoorparks Lungau, der einerseits über einen Hochseilgarten mit Flying-Fox-Anlagen und andererseits über teambildende Klettereinrichtungen sowie eine Riesenschaukel verfügte, auf dem Programm. Nach einer fachgerechten Einschulung durch das anwesende Personal durften die Jugendlichen in den Parkour einsteigen. Hatte man sämtliche Überquerungen in luftiger Höhe geschafft, wartete am Ende zur Belohnung der lange Flying-Fox, der den Kletterer über einen kleinen See wieder zurück zum Startpunkt führte. Ein weiteres Highlight stellte die Teamleiter dar. Die Leiter bestand aus wackeligen Holzbalken und war in etwa acht Meter hoch. Außerdem wurden die Balkenabstände mit zunehmender Höhe immer größer. Die Aufgabe bestand nun darin, im Team (bestehend aus drei Jugendlichen) den obersten Balken zu erklimmen. Zu diesem Zweck wurden die Klettergurte der Teammitglieder mit einem kurzen Seil verbunden, sodass niemand alleine noch oben klettern konnte. Es war sehr bemerkenswert, welche Methoden die verschiedenen Schülerteams entwickelten, um die Aufgabe zu meistern. Mit viel Durchhaltevermögen und Entschlossenheit gelang es jedem Team das Ziel zu erreichen. Den heißen Nachmittag verbrachten wir in der Badeinsel in Tamsweg, wobei der 3-Meter-Sprungturm auf unsere Sportler eine besondere Anziehungskraft ausübte. Mit sehenswerten Sprüngen zogen wir die Aufmerksamkeit auf uns und hinterließen bei den Gästen des Freibades einen bleibenden Eindruck. Die Stunden in der Badeinsel vergingen wie im Flug und so wunderte es nicht, dass nach den vielen sportlichen Aktivitäten der Hunger am Abend recht groß war. Da kam der geplante Grillabend (vor allem für die Burschen) gerade recht.
- Donnerstag, 2. Juli 2015: Dieser Tag stand ganz im Zeichen der Heimreise, die wir gleich nach dem Frühstück antraten. Der Autobus war pünktlich gestellt und brachte uns nach Unzmarkt zum Bahnhof. Von dort ging es mit der ÖBB über Wiener Neustadt zurück nach Mödling.
Abschließend möchte ich meiner Klasse ein ganz großes Lob aussprechen, denn die gemeinsamen Tage im Lungau waren vor allem von Verlässlichkeit, Engagement und Kameradschaftlichkeit geprägt. Da ich auch von Seiten der Heimleitung ein äußerst positives Feedback erhielt, denke ich, dass die 5B-Klasse in der Ferne gute Werbung für das Sportgymnasium Maria Enzersdorf gemacht hat. Vielen Dank, 5B.
