Die Abteilung Wissenschaft und Forschung des Landes Niederösterreich bietet für Schulen die „Science Class“ an. Dabei können Institutionen besucht werden oder Wissenschafter:innen kommen an die Schule und halten Workshops aus dem Bereich Wissenschaft und Forschung. Nachdem sich die Schüler:innen der 1C im Unterricht in Geographie und wirtschaftliche Bildung in diesem Schuljahr bereits mit Erdbeben beschäftigt haben, kam am 11. 6. 2025 Dr. Stefan Mertl für einen zweistündigen Workshop in den Klassenraum. Stefan Mertl absolvierte sein Diplomstudium der Geophysik an der Universität Wien und promovierte und forschte anschließend in der Forschungsgruppe Geophysik des Departments für Geodäsie und Geoinformation der Technische Universität Wien. Seit 2012 ist er selbstständig tätig, der Wissenschaft aber z.B. mit dem „Macroseismic Sensor Projekt“, einem Citizen Science-Ansatz zur Erdbebenforschung im Wiener Becken weiterhin verbunden.

Nach einer Einführung zu historischen Erdbeben, Plattenverschiebungen und Plattengrenzen konnten die Schüler:innen diese auf Karten auch noch visuell erfahren und ihre eigene Erdbebenkarte erstellen. Das Gleiten der Erdplatten wurde anschaulich mit Holzplatten und Schmirgelpapier dargestellt – so konnten die Schüler:innen auch sehen, wie es zu ruckartigen Bewegungen kommt. Etwas handwerkliches Geschick war dann beim Zusammenbauen der Erde als Ikosaeder, also einem Körper aus 20 gleichseitigen Dreiecken, gefragt.

Das Highlight für die Schüler:innen war zum Abschluss ein hochsensibler Seismometer, der in der Klasse aufgebaut wurde. Die Schwingungen durch das Vorbeigehen von Schüler:innen neben dem Klassenraum konnte ebenso beobachtet werden wie leichtes (oder stärkeres) Aufstampfen oder das Fallenlassen von Büchern.

Autor: Hartwig Hitz