Die Überschrift ist eigentlich irreführend, da sich in unserem Team nach der Verletzung von Sky nur noch 4 aktuelle Vereinsspieler befanden, der Rest wurde aus den Bereichen American Football, Tennis, Fußball u.a. rekrutiert. Somit waren die Erwartungen v.a. gegen die Startruppe aus Baden eher gedämpft, doch dieses Landesfinale brachte einige Überraschungen mit sich und dabei auch positive für das SRG.

Kreuzspiel: RG Maria Enzersdorf – BG Baden (42:45)

Das Kreuzspiel gegen das BG Baden stand unter dem Motto „Treffen der Freunde“, denn auf beiden Seiten des Courts standen Spieler der Dragons aus Mödling und der Traiskirchen Lions auf dem Parkett. Man kannte sich also gut aus der Meisterschaft und wusste somit um die Stärken und Schwächen des jeweils anderen. Es entwickelte sich ein flottes Spiel indem wir zur Halbzeit überraschender Weise mit 22:17 in Front lagen. Strachi, welcher mit seinen Dreiern und Drives zum Korb die Hauptlast in der Offense trug, setzte aber auch immer wieder unsere Nichtvereinsspieler unter dem Korb gut in Szene und diese zeigten eine mehr als respektable Leistung. Am Beginn der zweiten Halbzeit dann unsere beste Phase in der wir uns dank 12 Strachi-Punkten erstmals zweistellig (29:19) absetzen konnten. Die Antwort der Badener ließ aber in Form von Lauri Zimmerl nicht lange auf sich warten und somit nahmen wir noch ein Pünktchen Vorsprung mit in den Schlussabschnitt. Dort merkte man beiden Teams an, dass es um alles ging. Die Badener legten vor, jedoch konnten wir in der Schlussminute wieder gleichziehen (42:42), ehe Schwarzenecker die Kurstädter mit einem Dreier erlöste und den Endstand herstellte. Das Glück welches das Heimteam gegen uns hatte, verließ die Biondekgassler dann im Finale gegen die HAK Baden. In einem sehenswerten Schlagabtausch setzte sich die HAK (eigentlich waren es die zwei Lesny-Brüder) knapp mit 53:52 durch und krönten sich erstmals in der Schulgeschichte zum Landesmeister im Vereinsspielerbewerb.

Spiel um Platz 3: RG Maria Enzersdorf – BORG Deutsch Wagram (56:29)

Nach der tollen Leistung im Kreuzspiel wollten wir unbedingte eine Medaille holen. Nach verhaltenem Beginn (8:7) nach Abschnitt 1 zogen wir in Abschnitt 2 gegen die Wagramer unaufhaltsam davon. Es wurde schön kombiniert, Pick and Roll gespielt und aggressiv verteidigt. Somit war eine komfortable 31:11 Pausenführung hergestellt. Dann bekamen alle Spieler ausgeglichen Spielzeit und konnten ihr Können zeigen. Hervorzuheben war die super Leistung unseres Rockies Tim Weissbach, der unglaubliche 8 Punkte gegen die Riesen des Gegners scorte und sein Talent aufblitzen lies. Der klare 56:29 Sieg war niemals gefährdet.

Fazit: War es am Dienstag bei den Nichtvereinsspielern noch eher eine verlorene Gold- oder Silbermedaille, so war es heute auf alle Fälle eine gewonnene Bronzemedaille. Es hat nicht viel gefehlt und wir hätten dem großen Favoriten ein Bein gestellt. Die gezeigte Leistung lässt den Coach optimistisch in die Zukunft blicken und wenn die Motivation der Mannschaft weiter so bleibt, ist mit den Jungs noch einiges möglich – vielleicht ja sogar das ganze große Ziel Bundesmeisterschaft 2020 in Wien.

Scorer aus 2 Spielen: Stamenkovic 48, Spieler 13, Wilmink 9, Weissbach 8, Lattorff + Beer je 6, Weigl 4, Rieb + Gutscher je 2, Gurdet;

Autor: Coach CL