Nicht all zu viel sprach vor der Hauptrunde des heurigen C2m-Bewerbes für das SRG. Nur ein Viertklässler im Team, wenige bis keine Trainings im Jänner, viele krankheitsbedingte Ausfälle, sowie viele Rookies in der Mannschaft. Die Auslosung brachte uns auch noch zwei Gruppensieger (NMS Traiskirchen und BG Lilienfeld) und so war der Plan einfach unsere beste Leistung abzurufen und zu sehen was passiert.

Im ersten Spiel gegen die Heimmannschaft wurden wir dann gleich mit der Realität konfrontiert. Im Schnitt um einen Kopf kleiner, waren wir zunächst am Rebound chancenlos und lagen in Viertel 2 bereit mit 8:21 zurück. Im Timeout dürfte Coach CL dann die richtigen Worte gefunden haben, denn plötzlich wurde um jeden Ball gekämpft und die Sportgymnasiasten konnten nun Punkt für Punkt aufholen, obwohl die Freiwurfquote (4 von 13) weiter katastrophal blieb. Vor dem Schlussabschnitt hatten wir dann den Rückstand auf 18:22 reduziert. Nun merkte man, dass die Traiskirchner plötzlich Nerven zeigten. Bei uns funktionierte viel bei ihnen nichts mehr und so konnten wir 2 Minuten vor dem Ende erstmals in Führung gehen. Diese behielten wir dann bis zum Ende und konnten einen viel umjubelten 29:25 Sieg feiern. Im zweiten Spiel gegen die noch größeren Lilienfelder (5 Spieler über 180cm) gab es einen ähnlichen Spielverlauf (0:9 nach dem ersten Abschnitt). Doch auch hier erfingen wir uns und konnten bis zur Halbzeit auf 10:11 verkürzen. Vor dem Schlussabschnitt lagen wir dann mit 17:16 in Front und es blieb ein Spiel auf Messers Schneide. Diesmal fehlte am Ende aber das notwendige Glück und wir mussten uns knapp mit 20:22 geschlagen geben. Mit diesem Ergebnis war jedoch bereits vor dem Spiel von Traiskirchen gegen Lilienfeld klar, dass wir zumindest Platz 2 in der Gruppe belegen würden und somit für das Landesfinale qualifiziert waren.

Fazit: Es war heute eine unglaublich enge Kiste und obwohl ich schon viele Basketballspiele gecoacht habe, kann ich mich kaum an so ein Comeback wie gegen Traiskirchen erinnern. So etwas ist nur im Basketball möglich und ich bin richtig stolz auf meine Jungs, resümiert ein zufriedener Coach Landauer. Wir haben heute echt als Mannschaft gespielt, aus der Boti und Otto herausgestochen sind. Die Entdeckung des Turnieres war David Kacavenda, der eine äußerst kaltschnäuzige Leistung geboten hat, aber auch Carlo brachte sich gut ins Spiel ein. Was das Landesfinale betrifft so müssen wir natürlich noch an uns arbeiten um vielleicht die Sensation – diese wäre ein Medaillengewinn – zu schaffen. Wenn diese junge Truppe, wie schon erwähnt ist nur ein Viertklässler dabei, eine ähnliche Leistung im Landesfinale zeigt, dann ist aber alles möglich.

Scorer aus 2 Spielen: Fönyedi 20, Treiber 18, Kacavenda 8, Antonius 2, Palme 1, Fuhrmann, Handl, Kollmann, Sator

Autor: Mag. Thomas Landauer