Veggie Friday, mitgebrachte Häferl beim Kakaoautomaten, die Frage der Mobilität und Müllvermeidung: das Thema Umweltschutz und Ressourcenschonung beschäftigt die ganze Schule. Auch in Bildnerischer Erziehung setzen wir uns mit dem, was die Welt bewegt, auseinander. Als Startschuss für das nächste Projekt, bei dem wir in den gefährdeten Amazonas-Urwald eintauchen, machten die Klasse 1B mit Mag. Galimova am 22.11.2019 eine Exkursion ins Weltmuseum Wien zum Programm „Von Federn, Ameisen und Fischzungen“.

Nach einer langen Anreise mit S-Bahn, U-Bahn und Straßenbahn erreichten wir das prächtige Gebäude am Burgring in Wien. Im zentralen Lichthof hat die Klasse ihr Vorwissen unter Beweis gestellt: die Schüler_innen wussten über die brenzlige Lage im Amazonasgebiet mit den großen Waldbränden Bescheid, kannten auch schon das ein oder andere Ritual von indigenen Stämmen in Brasilien und zählten viele Tierarten auf. Nach dieser Aufwärmrunde teilten wir uns in zwei Gruppen.

Mit Pia, einer unserer Führerinnen, ging es ins „Kaleidoskop“, das Atelier des Weltmuseums. Nach einer spannenden Einführung machten wir uns gleich ans Werk und gestalteten Indiaca aus alten Kaffeesäcken, Reis und Federn. Dieses schnelle und dynamische Rückschlagspiel stammt aus Südamerika. Noch vor Ort konnten wir uns damit austoben.

Die andere Gruppe ging mit Ali, dem zweiten Guide, in den Raum, wo spannende Objekte von indigenen Stämmen Brasiliens ausgestellt waren. Dort hatten wir die Gelegenheit uns nicht nur den spannenden Geschichten dazu anzuhören und Videos anzusehen, sondern auch Gegenstände direkt anzugreifen: der berüchtigte Ameisenhandschuh, den junge Burschen als Ritual zum Erwachsenwerden unter großen Schmerzen anziehen müssen, raue Fischzungen, aus einem Stück Holz geschnitzte Schemel, in denen dem Mythos nach die Seele wohnt, Tierfiguren aus Kautschuk, Schalen aus getrockneten und lackierten Kürbissen und andere Kuriositäten.

Anschließend wechselten die Gruppen. Ein Teil hatte dann auch die Chance, den sagenumwobenen Federkopfschmuck aus Mexiko zu bestaunen und einen Einblick in die Geschichte Mesoamerikas zu bekommen. Nach diesem aufregenden Ausflug im Weltmuseum machten wir uns wieder auf den Rückweg. Diesen nutzten wir auch zur Auslosung von Engerl-Bengerl, was einen gutgelaunten Start ins Wochenende garantierte.

Autorin: Julia Galimova